Literarische Spurensuche
Kunst & Kultur
Dienstag, den 18. Juli 2017 um 13:20 Uhr

Einladung_Logo_3505_sRGBDie 15. Internationalen Literaturtage Sprachsalz (8.–10. September 2017) zeugen auch in diesem Jahr von den vielstimmigen Möglichkeiten der Gegenwartsliteratur: Freuen kann man sich auf Preisgekröntes von A. L. Kennedy und Verstörendes von David Vann. Einige der geladenen Autorinnen und Autoren wie Sacha Battany, Guntram Vesper oder Rolf Lyssy begeben sich auf eine vielstimmige Suche nach der eigenen Identität. 

 

 

Im September wird Hall wieder zum Zentrum für alle Literaturfreunde - Sprachsalz bringt von 8. bis 10 September internationale Schriftsteller in die Stadt. Mit A. L. Kennedy kommt diesmal eine der bedeutendste zeitgenössische Schriftstellerin Großbritanniens nach Tirol. Ihr aktueller Roman „Serious Sweet“ – nominiert für die Longlist des Man Booker Prize – handelt von zwei grundanständigen Menschen die versuchen, die richtigen Entscheidungen in einer durch und durch unmoralischen Welt zu treffen. Einmal mehr verhandelt Kennedy ihre Themen mit der ihr eigenen Mischung aus Komik, Sarkasmus und einem gnadenlos entlarvenden Blick.

 

Verstörendes zu erzählen, darauf versteht sich der in Alaska geborene David Vann auf ganz eigene und besondere Weise: Komplizierte und spannungsgeladene zwischenmenschliche Beziehung präsentiert er in unprätentiösen, klaren Texten. Nach seinem kunstvollen wie gefeierten Roman „Aquarium“ – ausgezeichnet als „New York Times Editor’s Choice“ – entführt er in seinem neuen Werk „Bright Air Black“ den Leser ins 13. Jahrhundert vor Christus und entwirft ein facettenreiches Porträt von Medea, die wohl faszinierendste Frau der Mythologie.

Auf eine zeitgeschichtliche Spurensuche begibt sich der Schweizer Schriftsteller und Journalist Sacha Batthyany in seinem Buch „Und was hat das mit mir zu tun?“, das den Leerstellen seiner Familiengeschichte nachspürt: Seine Großtante war in das Massaker von Rechnitz verwickelt, eines der schrecklichsten Nazi-Verbrechen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Als Battany ihre Geschichte nachgeht, stößt er auf ein altes Familiengeheimnis.

 

Ein schillerndes Kompendium der eigenen wie der deutschen Identität präsentiert Guntram Vesper mit dem Buch „Frohburg“. In diesem Opus Magnum macht sich der Schriftsteller auf die assoziative und obsessive Suche nach der eigenen Biografie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und reiht sich damit ein in die Erzähltradition von Walter Kempowski und Peter Kurzeck.

 

Rolf Lyssy zählt nicht nur zu den erfolgreichsten Filmemachern der Schweiz, sondern es gelang ihm mit „Swiss Paradise“ auch ein Buch-Bestseller. „Swiss Paradise“ hätte die Fortsetzung des Filmes „Die Schweizermacher“ mit Emil sein sollen, stattdessen entstand ein schonungslos ehrliches Buch über die Schweiz und seine eigene Geschichte, indem er Einblicke in die dunkelste Zeit seines Lebens gewährt.

Das gesamte Programm wird Ende August bekannt gegeben. 

 

 
 

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