Bewusstsein für den Verkehr wecken
Region Hall
Mittwoch, den 06. Dezember 2017 um 08:48 Uhr

DSC_0075Ab Jänner verlangt die Gemeinde Gnadenwald bei den Parkplätzen für die Walder Alm Gebühren. Im kommenden Jahren sorgen einige Investitionen für die Verbesserung der Infrastruktur.

 

Zugeparkte Felder und Hauszufahrten bei den Ausgangspunkten für Wanderungen zur Walder Alm sollen in Gnadenwald künftig niemanden mehr ärgern. Die Gemeinde wird einen neuen Parkplatz einrichten, allerdings müssen die Autofahrer künftig Parkgebühren entrichten. „Die Frequenz hat in den letzten Jahren extrem zugenommen, besonders am Parkplatz bei der Kreuzung Richtung Fritzens und rundherum haben sich die Anrainerbeschwerden gehäuft, weil die Wanderer die Wege zugeparkt haben“, berichtet Bürgermeisterin Heidi Profeta. „Jetzt konnten wir für 15 Jahre einen Pachtvertrag in Kranzach am östlichen Ende des Omastaweges abschließen. Ab 1. Jänner heben wir bei den Parkplätzen an den Wanderwegen Gebühren ein: 3 Euro für fünf Stunden, 5 Euro für den ganzen Tag. Damit sind wir sicher nicht die Teuersten ringsum.“ Die Automaten für die Gebühr, die übrigens auch mit Karte bespielbar sind, stehen schon, der Wanderweg Richtung Walder Alm wird zur Zeit hergerichtet. „Die Gebührenpflicht soll die Leute dazu bewegen, sich zusammen zu reden und Fahrgemeinschaften zu bilden. Wir sehen oft, dass jeder einzeln mit dem Auto anfährt. Wir wollen mit der Maßnahme auch ein Bewusstsein für den Verkehr schaffen bei den Einheimischen “, unterstreicht die Bürgermeisterin.

 

Infrastruktur wird ausgebaut

 

Weitere Baumaßnahmen wird es in Kranzach auch im kommenden Jahr geben: der Gehsteig bei der Kreuzung Richtung Fritzens wird bis zum Wastlhof weitergeführt und mit Beleuchtung ausgestattet, Kostenpunkt sind ca. 30.000 Euro. Außerdem plant die Gemeinde, die Hinterhorn Alm zu sanieren, die in Gemeindebesitz liegt.

Überhaupt stehen in der rund 820 Bewohner beheimatenden Gemeinde Gnadenwald 2018 einige Neuerung geben. So bieten Kindergarten und Volksschule ab kommenden Herbst Mittagsbetreuung und Mittagstisch an, das Essen wird von „Mama bringts“ geliefert, erzählt Heidi Profeta. „Wir haben den Bedarf erhoben und rechnen mit acht bis zehn Kindern, die Betreuung geht bis 14 Uhr.“ Außerdem werden die Öffnungszeiten der Kinderkrippe auf 7 bis 13 Uhr erweitert. „Auch diese Einrichtung besuchen im Schnitt zehn Kinder am Tag. Wir haben jetzt viele Kinder in der Gemeinde“, so die Bürgermeisterin. „Wir forcieren nicht unbedingt schnelles Wachstum und vor allem keinen großen Zuzug. Gnadenwald hat viel Landwirtschaft und wir möchten auch in den nächsten Jahren Zurückhaltung üben in der Baupolitik, vor allem sind keine großen Wohnbauprojekte geplant.“

 
 

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