Die Geschichte des Ortes weiterschreiben
Region Hall
Dienstag, den 29. November 2016 um 11:43 Uhr

Visualisierung_1Beim Bau des neuen Gasthauses neben der Thaurer Romediuskirche lehnt sich die Architektur an eine Widum-Form an und ordnet das Gebäude der Umgebung unter.

Alle Freunde des Thaurer Schlossbichls können sich freuen: Bei der Romediuskirche soll künftig wieder ein Gasthaus Jung und Alt Einkehr und einen besonders schönen Ausblick auf Thaur geben. Nach dem Brand des Bauernhofes neben der Kirche im vergangenen Jahr entschloss sich die Gemeinde, hier den Bau einer kleinen Gastwirtschaft mit rund 40 Plätze zu forcieren. Nun haben der Grundstücksbesitzer und die Gemeinde Thaur den Bau des Gasthauses in Auftrag gegeben. Mit der Planung beauftragt wurde das Innsbrucker Architekturbüro Snow. „Ziel ist es ein Gebäude zu erschaffen, welches zeitlos, zeitgemäß und funktional gestaltet wird. Mit der Außenform angelehnt an ein Widum und modernen Elementen im Innenraum lässt das Team ein Gebäude entstehen, welches sich ins Landschaftsbild des Ortes eingliedert, aber gleichzeitig als Artefakt sich seiner Zeit anpasst“, berichten die beiden Architekten Aria Sadr-Salek und Thomas Krämer. „Drei maßgebliche architektonische Ziele wurden dazu formuliert. Hierzu zählt die Besonderheit des Ortes als Hauptaugenmerk agieren zu lassen, was eine genaue Analyse des Ortes bedeutet. Weiterhin soll die Geschichte von Thaur als Leitbild dienen und nicht zuletzt soll sich das Gebäude insgesamt der Umgebung unterordnen. Der Bau soll die Geschichte des Ortes weiterschreiben.“ Die Einfachheit des Gebäudekörpers greift das Ortsbild nicht an, sondern vereinigt sich mit diesem, indem es die Form eines Widums besitzt mit dem dafür typischen Gesims-Übergang auf das Vordach sowie den abgeschrägten Fensterlaibungen. Für die Fenster selbst werden in Anlehnung an das Widum klassische Fenster in Holzoptik verwendet. Das Dach wird wie bei der benachbarten Romediuskirche aus Blech mit Stehfläzen errichtet, wodurch direkt Bezug auf dieses genommen wird. Für die zeitlose Optik wird zudem ein so genannter Klosterputz eingesetzt. Auch im Innenbereich soll das neue Haus auf die Thaurer Geschichte Bezug nehmen: Das Aufmauern von vorhandenen Burgsteinen unter der Sitzbank verweist auf den historischen Wert des Ortes und die Nähe zur Burgruine. Der Bau soll im Frühjahr 2017 gestartet werden und wird voraussichtlich Ende des Jahres fertiggestellt.

 

 
 

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