Grünes Licht für die S-Bahn Haltestelle Hall-West
Hall in Tirol
Dienstag, den 17. Mai 2016 um 15:37 Uhr

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Im ÖBB-Rahmenplan für die nächsten sechs Jahre sind jetzt auch die Mittel für den Bau der neuen S-Bahn Haltestelle Hall-Thaur in der dortigen Industriezone vorgesehen. Die Fertigstellung ist für 2017 geplant.


Für unerwartete Debatten im Haller Gemeinderat sorgte kürzlich die zu unterfertigende Vereinbarung zwischen dem Verkehrsbund Tirol, der Stadtgemeinde Hall und der ÖBB Infrastruktur AG. Mit diesem Vertragswerk soll die Neuerrichtung einer Haltestelle in Hall West fixiert werden. StR Barbara Schramm-Skoficz von den Grünen und GR Nicolaus Niedrist von der Fraktion Für Hall monierten vor allem die noch laufenden Verhandlungen mit einem Grundstückseigentümer bezüglich der Einräumung einer Dienstbarkeit. Diese sei jedoch für den Betrieb der Haltestellt unabdingbar.

 

Unausgegorenes Projekt

„Solange diese Dienstbarkeit nicht gegeben ist und Teil der Vereinbarung ist, kann ich nicht zustimmen“, äußert Schramm-Skoficz ihre Bedenken. Es gebe ja bereits den Grundsatzbeschluss vom letzten Jahr zu diesem Projekt, dies müsse doch genügen. Dieser Argumentation schloss sich auch Nicolaus Niedrist an, der den dadurch noch nicht gegebenen Zugang von Süden her bemängelte. „Damit geraten wir bei den laufenden Verhandlungen in die Defensive und sind wirtschaftliche geknebelt“, befürchtet der Neo-Gemeinderat massive Nachteile. Erst wenn diese Dienstbarkeit eingetragen sei, könne man die Vereinbarung unterzeichnen.

 

Handlungsbedarf

„Der Bau kann ja erst beginnen, wenn diese Dienstbarkeit gegeben ist“, wundert sich Bgm. Eva Maria Posch über die geäußerten Bedenken. Aus leidvoller Erfahrung wisse man jedoch, welche zeitlichen Vorläufe man in Verhandlungen mit den ÖBB berücksichtigen müsse. „Wenn wir diesen Beschluss nicht jetzt fällen, dann kann es passieren, dass dieses Projekt erneut auf die lange Bank geschoben wird“, gibt Posch zu bedenken. Es müsse auch klar sein, dass bei einer Verschiebung nicht gesichert sei, dass dann auch die nötigen Mittel wieder sofort ÖBB-Rahmenplan vorgesehen werden. Diese Befürchtung teilt auch Stadtbaumeister Peter Angerer: „Wenn dieser Beschluss nicht jetzt erfolgt, dann kann es durchaus sein, dass diese Haltestelle wieder aus dem Investitionsplan fällt.“ Dem Wunsch der Opposition, bei den ÖBB zu intervenieren, um einen Zusatzpassus bezüglich dieser Dienstbarkeit in das Vertragswerk einzufügen, gibt Bgm. Posch ebenfalls wenig Chancen. „Ihr habt da schon einen sehr optimistischen Zugang zu Verhandlungen mit den ÖBB“, so Posch lapidar.

Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde dieser Beschluss dann mehrheitlich gefällt.

 
 

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