Stadt Hall schließt Finanzjahr 2015 mit sattem Überschuss ab
Hall in Tirol
Dienstag, den 17. Mai 2016 um 15:24 Uhr

Bei Einnahmen von 41,7 Mio. Euro und Ausgaben von 39,6 Mio. Euro beträgt der Überschuss der Stadtgemeinde Hall knapp über 2 Millionen Euro. Gleichzeitig konnten die Rücklagen erhöht und der Schuldenstand verringert werden.

 

„Diese Zahlen belegen schwarz auf weiß, dass wir in den letzten Jahren hervorragend gearbeitet haben“, zeigt sich Bgm. Eva Maria Posch sichtlich erfreut über die Jahresrechnung. Allen Unkenrufen der Opposition zum Trotz habe man die Stadt nicht „an die Wand gefahren“, sondern vielmehr verantwortungsvoll darauf geachtet, eine gesunde finanzielle Basis für die Zukunft zu schaffen. „Jetzt ist nach Jahren des Sparens wieder die Zeit gekommen, wichtige Infrastrukturmaßnahmen zu realisieren“, betont Posch.


Steigende Einnahmen

Neben einer restriktiven Ausgabenpolitik hätten natürlich steigende Einnahmen maßgeblich zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen. „An aller erster Stelle möchte ich mich hier bei den fleißigen Haller Unternehmerinnen und Unternehmern bedanken“, verweist Posch auf die sprudelnden Kommunalsteuereinahmen von rund 6,7 Millionen Euro. Auch im abgelaufenen Jahr habe man hier wieder einen Zuwachs verzeichnen können. „Eine florierende Haller Wirtschaft stellt damit sicher, dass auch in Zukunft die Stadt sich weiter entwickeln kann“, unterstreicht die Haller Bürgermeisterin. Ebenso erfreulich seien die Zunahmen bei den Ertragsanteilen und Erschließungskosten gewesen. Durch dieses Plus sei es auch möglich gewesen, eine Reihe von Anschaffungen, die ursprünglich über ein Darlehen budgetiert gewesen waren, aus dem laufenden Haushalt zu finanzieren.

 

Rücklagen und Schuldenstand

Die gute wirtschaftliche Entwicklung schlägt sich aber auch bei den Rücklagen nieder, hier konnte der Stand um gut 150.000 Euro auf knapp 1,6 Mio. Euro erhöht werden. Ebenfalls in eine positive Richtung zeigen die Zahlen bei den Darlehensverpflichtungen. Der Schuldenstand beträgt mit Ende 2015 15,7 Mio. Euro, wovon 14 Millionen Euro auf Mittel der Wohnbauförderung für den Bau der drei städtischen Wohnheime fallen. Dies bedeute einen Verschuldungsgrad von 19,21 Prozent oder einer Prokopfverschuldung von rund 1.100 Euro. „Dies ist der beste Wert sei 2008“, sieht hier Posch eine mehr als erfreuliche Entwicklung. Überdies habe man die Haftungen, welche die Stadt Hall für ihre Tochtergesellschaft Hall AG, eingegangen ist, um 8,4 Millionen Euro auf nun 49 Millionen Euro senken können.

 

Wermutstropfen

„Ich vermisse nach wie vor ein Nachschärfen bei den Subventionen“, sieht hier GR Claudia Weiler von Für Hall nicht alles im grünen Bereich. Überdies würden die Überschüsse der Betriebe mit marktbestimmter Tätigkeit (Müllgebühren, Hausverwaltung usw.) nach wie vor nicht ihrem eigentlichen Zweck zugeführt, sondern anderswo zugewiesen.

 
 

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